Symboldbild Liegenschaft

Chronik

Gemeinschaftliches Wohnen

Die 2008 gegründete Genossenschaft «AM HOF Köniz» entwickelt mit Interessengruppen, Gemeinde und Investoren Wohnangebote für Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Der Fokus liegt dabei auf selbstständigem, gemeinschaftlich organisiertem Wohnen – im Gegensatz zum Alleinwohnen oder zum betreuten Wohnen. Gemeinsam mit den Bewohnern werden die Regeln des Zusammenlebens entwickelt, die Genossenschaft übernimmt zudem administrative Aufgaben wie die Vermietung der Flächen oder die Koordination mit dem Hauswart. Die Mieter sollen sich – auf freiwilliger Basis – in Arbeitsgruppen für die Gemeinschaft engagieren, geschätzt wird ein Beitrag von zwei bis vier Wochenstunden.

Betreiberin der Anlage in Köniz ist die eigens gegründete Genossenschaft «AM HOF Köniz», die Genossenschaft «Zukunftswohnen» ist darin ebenfalls vertreten.

Auf der sozialen Ebene begleitet die Verwaltung mit der Genossenschaft «Zukunftswohnen» die Bewohner mit einem Coaching. Arbeitsgruppen, etwa zur Betreuung einer Bibliothek oder des Gartens, sollen die Bindungen der Mieter untereinander stärken.

Auszug aus den Statuten

Unter dem Namen «Genossenschaft AM HOF Köniz» besteht gemäss den Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts eine im Handelsregister eingetragene gemeinnützige Genossenschaft auf unbestimmte Zeit mit Sitz in Köniz BE.

Die Genossenschaft bezweckt die Bereitstellung von günstigem Wohnraum an die Genossenschafter in der zweiten Lebenshälfte, die in einer Form von Haus- oder Wohngemeinschaft zusammenleben wollen. Die Genossenschaft kann sich an Unternehmen und Organisationen mit gleichen oder ähnlichen Zielsetzungen beteiligen.

Die Genossenschaft kann ihre Kompetenzen in den Bereichen Beratung, Entwicklung, Begleitung von Wohnen in der zweiten Lebenshälfte im Auftragsverhältnis Dritten zur Verfügung stellen.

Die Genossenschaft kann Verwaltungsmandate übernehmen.

Die Genossenschaft ist Mitglied des Schweizerischen Verbandes für Wohnungswesen SV.

Es war einmal

Ein Blick auf das historische Köniz und auf die Geschichte der Weiermatt und Umgebung gibt Auskunft über den langen Weg und die Ereignisse, die schliesslich die Überbauung «AM HOF» möglich machten.

Bis ins 16. Jahrhundert herrschten über Köniz vor allem die Schlossherren. Die Deutschordensritter hatten im 13. Jahrhundert Stift und Schloss vom Augustinerorden übernommen und allmählich ausgebaut und erweitert. Die weltlichen Landesherren, die Herren von Aegerten (bzw. Egerdon), verkauften 1312 ihre Stammburg am Fuss des Gurtens sowie den Berg Gurten und alle Güter samt Lehensrechten und allen Einkünften dem Deutschorden.

Zu den ausgedehnten Ländereien gehörte auch ein grosser Fischweiher, der dort war, wo heute das Könizer Schwimmbad ist. Als der Staat Bern nach der Reformation (1528) die Güter der Deutschordensritter übernahm, bezeugt eine Urkunde aus dem Jahr 1554 die Existenz zweier kleinerer Weiher oberhalb des grossen Fischteichs. Bis anfangs des 18. Jahrhunderts verschwanden die Seen; sie verlandeten oder wurden trockengelegt. Geblieben ist der Flurname «Weiermatt». Die Quellen am Südrand lieferten Wasser nach Bern.

Bis ins 20. Jahrhundert wurde das gesamte Gebiet der Weiermatt landwirtschaftlich intensiv genutzt. Davon zeugen Bilder aus der Zeit um 1900. Nur am Rand des Kulturlandes gab es Bauernhöfe und andere Nutzbauten.